Vision Deutschland: Eine regenerative Marktwirtschaft für ein lebendiges Land
Ein Zukunftskompass für Bürger:innen, Unternehmen und Politik – statt Lost in Transformation
Warum wir jetzt eine Vision für Deutschland 2036 formulieren
In den vergangenen Jahren haben wir als Initiative Regenerative Marktwirtschaft 64 Artikel veröffentlicht und mit über 500 Menschen in Regenerativen Salons, Workshops und Resonanzräumen in ganz Deutschland gesprochen, diskutiert und gelernt. Aus diesen Perspektiven, Begegnungen und Konzepten ist eine zentrale Einsicht gewachsen: Deutschland ist nicht ideenlos – aber häufig orientierungslos.
Wir sind „Lost in Transformation“. Wir wissen, dass sich vieles verändern muss. Aber wir haben noch kein ausreichend starkes gemeinsames Bild davon, wofür wir diese Veränderung auf uns nehmen.
Denn Transformation ist kein Spaziergang. Sie verlangt harte Arbeit, unternehmerisches Risiko, persönliche Zumutungen, gesellschaftliche Aushandlung und politische Entscheidungen, die weh tun können: Gesetze und Regulierungen müssen mutig verändert, Subventionen überprüft und gestrichen, Investitionen neu ausgerichtet und alte Sicherheiten hinterfragt werden.
Dafür reicht kein abstrakter Appell. Es reicht auch kein bloßer „Ruck“, der durch die Gesellschaft gehen soll. Wir müssen wissen, wofür dieser Ruck gut ist.
Welche Zukunft macht die Anstrengung sinnvoll? Welcher Wohlstand trägt auch morgen noch? Welche Wirtschaft stärkt die Grundlagen, von denen sie lebt? Welche Rolle spielen Unternehmen, Kapital, Technologie, Bürger:innen, NGOs, Aktivist:innen, Politik und gesellschaftliche Akteure in einem Land, das nicht nur weniger Schaden anrichten, sondern wieder regenerationsfähig werden will?
Mit der Vision Deutschland 2036 legen wir als Initiative Regenerative Marktwirtschaft einen Vorschlag vor: keinen fertigen Masterplan, sondern einen Kompass. Eine gemeinsame Orientierung, die unterschiedliche Kräfte nicht vereinheitlicht, sondern in eine sinnvolle Beziehung zueinander setzt. Denn NGOs, Aktivist:innen, Unternehmen, Investor:innen, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Kultur und Bürger:innen werden weiterhin aus verschiedenen Rollen, Logiken und Verantwortungen handeln. Aber sie brauchen ein gemeinsames wünschenswertes Ziel: eine gute, lebenswerte Zukunft, auf das sie ihr Handeln orientieren können. Plural und gemeinsam wirksam.
Eine solche Vision schafft Kohärenz, ohne Demokratie, Pluralität und Vielfalt zu unterdrücken. Sie hilft uns, im Kleinen wie im Großen Beiträge zu leisten, die nicht nebeneinander verpuffen, sondern sich gegenseitig verstärken. Sie lädt uns ein, Wohlstand, Wirtschaft und Verantwortung neu auszurichten – auf ein lebendiges Land, in dem Märkte, Kapital und Unternehmertum nicht gegen, sondern für die Erneuerung und Verbesserung unserer natürlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen arbeiten.
Uns interessiert, wie diese Vision bei Euch resoniert: Was fehlt? Was muss schärfer werden? Wo braucht es konkrete Beispiele, andere Begriffe oder mutigere Aussagen? Und wer möchte mit uns daran weiterarbeiten?
Am Ende dieses Essays könnt Ihr Eure Gedanken in den Kommentaren teilen oder Euch melden, wenn Ihr die Vision weiterentwickeln und Euch als Botschafter:in in Eurem Umfeld, Unternehmen, Netzwerk oder Eurer Region sichtbar machen möchtet. Melde Dich am Ende es Textes an, wenn Du, Dein Unternehmen oder Organisation Botschafter, unserer gemeinsamen Vision Deutschland 2036, werden möchtest.
Denn eine regenerative Marktwirtschaft entsteht nicht durch einen Text allein. Sie entsteht, wenn Menschen wieder wissen, wofür sie handeln – und beginnen, Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Der Moment, in dem wir uns gemeinsam ausrichten
Deutschland steht an einem Punkt, an dem Zukunft nicht mehr als Verlängerung der Vergangenheit gedacht werden kann. Zu lange haben wir versucht, die Krisen unserer Zeit im Reparaturmodus zu bearbeiten: ein bisschen effizienter, ein bisschen nachhaltiger, ein bisschen weniger schädlich. Doch weniger Schaden ist noch keine gute Zukunft.
Die kommenden zehn Jahre entscheiden darüber, ob wir den Mut finden, unser Land nicht nur zu stabilisieren, sondern neu auszurichten: auf eine Wirtschaft, die Leben stärkt. Auf Unternehmen, die nicht nur Werte abschöpfen, sondern Potenziale entfalten. Auf Bürger:innen, die sich nicht als Zuschauer:innen des Wandels erleben, sondern als Mitgestalter:innen einer gemeinsamen Zukunft. Auf einen Staat, der nicht nur verwaltet, sondern ermöglicht. Auf Märkte, die Innovation, Verantwortung und Freiheit wieder in den Dienst eines guten Lebens stellen.
Unsere Vision ist ein Deutschland, das 2036 nicht erschöpfter, gespaltener und ängstlicher ist als heute, sondern lebendiger, widerstandsfähiger und handlungsfähiger. Ein Land, das seine natürlichen Grundlagen regeneriert, seine industrielle Stärke erneuert, seine sozialen Beziehungen stärkt und seinen Wohlstand neu versteht.
Nicht als Verzichtsprogramm.
Nicht als moralische Zumutung.
Nicht als technokratische Reformagenda.
Sondern als Aufbruch.
Artikel zur Vertiefung:
Von Deindustrialisierung zu Reindustrialisierung, von De-Growth zu Re-Growth
Zukunft heißt Regeneration – Bleiben wir im Reparaturmodus – oder wechseln wir die Perspektive?
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Der neue Wohlstand
2036 misst Deutschland seinen Erfolg nicht mehr allein daran, wie viel produziert, konsumiert und bilanziert wird. Wir verstehen Wohlstand umfassender: als die Fähigkeit von Menschen, Gemeinschaften, Unternehmen und Regionen, ihre Lebensgrundlagen zu erhalten, zu erneuern und weiterzuentwickeln.
Wohlstand bedeutet dann nicht nur finanzielles Vermögen, sondern auch gesunde Böden, sauberes Wasser, lebendige Innenstädte, intakte Familien, vertrauensvolle Nachbarschaften, gute Bildung, kulturelle Vielfalt, unternehmerische Freiheit, persönliche Selbstwirksamkeit und Zeit für das, was Menschen wirklich trägt.
Deutschland hat gelernt: Ein Wohlstand, der Menschen, Natur und Vertrauen erschöpft, zerstört seine eigene Grundlage. Ein regenerativer Wohlstand dagegen wächst, wenn Leben wächst. Er entsteht dort, wo Naturkapital, Sozialkapital, menschliches Kapital, kulturelles Kapital, intellektuelles Kapital, spirituelles Kapital, materielles Kapital und finanzielles Kapital gemeinsam betrachtet und entwickelt werden.
Das verändert den Blick auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Es geht nicht mehr nur um die Frage, wie wir Wachstum erzeugen. Es geht um die Frage, welche Potenziale in Menschen, Unternehmen, Regionen und Ökosystemen angelegt sind – also in uns, zwischen uns und um uns herum – und wie wir Bedingungen schaffen, unter denen sie sich entfalten können.
Mehr Gesundheit.
Mehr Vertrauen.
Mehr Biodiversität.
Mehr regionale Resilienz.
Mehr unternehmerische Gestaltungskraft.
Mehr Bildung, Kreativität und Zukunftslust.
Mehr Fähigkeit, mit Komplexität umzugehen.
Mehr Mut, Neues zu wagen.
Das ist Re:Growth: kein Immer-mehr des Verbrauchs, sondern ein Mehr an Lebendigkeit und Entfaltung.
Artikel zur Vertiefung:
Wagen wir es: Wohlstand neu denken!
Ab heute im Kino: New Wohlstand – oder was ist ein gutes Leben für Dich?
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Jenseits der Monokultur des Finanzkapitals
Eine Wirtschaft, die regeneriert
In zehn Jahren ist die regenerative Marktwirtschaft kein Nischenthema mehr, sondern ein neuer Orientierungsrahmen für unternehmerisches Handeln in Deutschland.
Unternehmen fragen nicht mehr nur: Wie senken wir unseren Schaden? Sie fragen: Welches Potenzial können wir entfalten? Welche Beziehungen stärken wir? Welche Ressourcen erneuern wir? Welche Fähigkeiten bauen wir in Menschen, Regionen und Wertschöpfungssystemen auf? Welchen Beitrag leisten wir dazu, dass das System, von dem wir leben, auch morgen tragfähiger ist als heute?
Regenerative Unternehmen handeln nicht gegen den Markt, sondern sie erweitern sein Verständnis. Sie zeigen, dass Wettbewerb nicht zwangsläufig Externalisierung, Kurzfristigkeit und Erschöpfung bedeuten muss. Wettbewerb kann auch ein Suchprozess nach besseren Lösungen sein: nach Geschäftsmodellen, die Böden aufbauen, Energie erneuern, Materialien im Kreislauf halten, Vertrauen schaffen, Menschen befähigen und regionale Wertschöpfung stärken.
Deutschland 2036 ist deshalb nicht deindustrialisiert. Es ist regenerativ reindustrialisiert.
Wir haben unsere industrielle Stärke nicht aufgegeben, sondern verwandelt. Maschinenbau, Chemie, Bauwirtschaft, Energie, Mobilität, Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und digitale Technologien arbeiten nicht länger an getrennten Zukunftsbildern. Sie sind Teil einer gemeinsamen Aufgabe geworden: Wertschöpfung so zu gestalten, dass sie die Grundlagen des Lebens erhält und erneuert.
Das bedeutet neue Materialien statt fossiler Abhängigkeiten. Kreislauffähige Produkte statt geplanter Verschwendung. Regionale Wertschöpfungsräume statt globaler Verletzlichkeit. Landwirtschaft, die Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Ernährungssicherheit zusammendenkt. Bauwirtschaft, die nicht nur Flächen versiegelt, sondern gesunde Lebensräume schafft. Digitalisierung und KI, die nicht nur Effizienz steigern, sondern komplexe Zusammenhänge sichtbar machen und regenerative Entscheidungen ermöglichen.
Der wichtigste Innovationssprung liegt dabei nicht allein in der Technologie. Er liegt in der Verbindung von Technologie, Haltung und Systemverständnis.
Artikel zur Vertiefung:
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Vom ethischen Kapitalismus zum regenerativen Unternehmertum
Von Deindustrialisierung zu Reindustrialisierung, von De-Growth zu Re-Growth
Bürger:innen als Mitgestalter:innen
Eine regenerative Marktwirtschaft entsteht nicht durch Verordnung allein. Sie entsteht, wenn Menschen erleben, dass Veränderung nicht nur Einschränkung bedeutet, sondern neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
2036 sind Bürger:innen nicht mehr primär Adressat:innen politischer Kommunikation, sondern aktive Mitgestalter:innen ihrer Regionen. In Städten, Dörfern und Quartieren entstehen neue Formen lokaler Zusammenarbeit: Energiegenossenschaften, regionale Ernährungssysteme, Bürgerfonds, Lernorte, Reparatur- und Kreislaufzentren, Kulturorte, Nachbarschaftsnetzwerke und lokale Zukunftsräte.
Menschen erleben wieder, dass ihr Handeln zählt.
Sie investieren gemeinsam in Solaranlagen, Böden, lokale Unternehmen, Bildungsorte und soziale Infrastruktur. Sie gestalten ihre Innenstädte als Orte von Begegnung, Kultur und Versorgung. Sie entwickeln neue Formen des Teilens, Reparierens, Lernens und Gründens. Sie fragen nicht nur, was der Staat tun soll, sondern auch, was in ihrem eigenen Wirkungsfeld möglich wird.
Das verändert die Stimmung im Land.
Aus Ohnmacht wird Selbstwirksamkeit.
Aus Polarisierung wird konkrete Zusammenarbeit.
Aus abstrakter Zukunftsangst wird lokale Zukunftspraxis.
Deutschland wird nicht regenerativ, weil alle einer Meinung sind. Es wird regenerativ, weil Menschen wieder gemeinsame Gestaltungsräume finden.
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Die Zukunft gehört uns allen!
Auf dem Weg zu einer lebenswerten Zukunft
Unternehmen als Zukunftsträger
Gerade Unternehmen sind in dieser Vision zentrale Akteure. Nicht, weil sie alles lösen können. Sondern weil sie dort handeln, wo Kapital, Fähigkeiten, Menschen, Technologie und Umsetzungskraft zusammenkommen.
Eine besondere Rolle spielen Familienunternehmen und der Mittelstand. Sie sind häufig tief in Regionen verwurzelt, denken in Generationen, tragen Verantwortung für Mitarbeitende, Standorte, Lieferanten und lokale Gemeinschaften – und verfügen zugleich über die unternehmerische Freiheit, langfristige Entscheidungen jenseits kurzfristiger Kapitalmarkterwartungen zu treffen. Gerade dort kann regenerative Transformation konkret werden: in Nachfolgeprozessen, Investitionsentscheidungen, Produktentwicklung, Standortpolitik, Ausbildung, Lieferketten und im Umgang mit Eigentum als Zukunftsverantwortung.
Regeneratives Unternehmertum bedeutet dabei mehr als nachhaltiger zu wirtschaften. Es beginnt mit der Frage, welches Potenzial in einem Unternehmen, seinen Menschen, seiner Region, seinen Wertschöpfungsbeziehungen und seiner Mitwelt angelegt ist – und wie unternehmerisches Handeln Bedingungen schaffen kann, unter denen dieses Potenzial lebendig wird. Unternehmer:innen werden so nicht nur zu Problemlöser:innen, sondern zu Entwicklungsakteuren: Sie gestalten Geschäftsmodelle, Produkte, Beziehungen und Investitionen so, dass sie Lebensfähigkeit stärken, Zukunftsfähigkeit aufbauen und neue Möglichkeiten eröffnen.
2036 verstehen sich viele Unternehmen in Deutschland nicht mehr nur als Marktteilnehmer, sondern als Verantwortungsträger in lebendigen Systemen. Familienunternehmen, Mittelstand, Start-ups, Genossenschaften, Sozialunternehmen und Industrieunternehmen arbeiten an einer neuen Qualität von Wertschöpfung.
Sie betrachten Mitarbeitende nicht nur als Arbeitskräfte, sondern als Träger von Erfahrung, Kreativität und Entwicklung. Sie betrachten Lieferketten nicht nur als Kostenfaktor, sondern als Beziehungs- und Risikoräume. Sie betrachten Natur nicht nur als Ressource, sondern als Mitwelt und Grundlage jeder Wirtschaft. Sie betrachten Kapital nicht nur als Renditeinstrument, sondern als Gestaltungskraft.
Dadurch entsteht eine neue unternehmerische Kultur: mutiger, langfristiger, beziehungsfähiger und innovationsstärker.
Diese Unternehmen warten nicht auf perfekte Rahmenbedingungen. Sie beginnen. Sie testen. Sie investieren. Sie gehen Risiken ein. Sie bauen neue Allianzen mit Wissenschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft und Kapitalgebern. Sie machen sichtbar, dass Zukunft nicht in Strategiepapieren entsteht, sondern in Entscheidungen.
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Politik als Ermöglicherin
Eine regenerative Marktwirtschaft braucht einen Staat, der klare Richtung gibt, aber nicht alles zentral steuern will. Einen Staat, der Märkte so rahmt, dass sich lebensdienliches Wirtschaften lohnt und zerstörerisches Wirtschaften nicht länger günstiger ist.
2036 hat Deutschland begonnen, seine politischen Instrumente auf ein erweitertes Wohlstandsverständnis auszurichten. Öffentliche Investitionen, Steuern, Förderprogramme, Beschaffung, Infrastrukturplanung, Bildungspolitik und Innovationsförderung werden danach beurteilt, ob sie die acht Kapitalformen stärken oder schwächen.
Politik fragt nicht mehr nur: Was kostet uns diese Reform?
Sie fragt auch: Was kostet uns das Ausbleiben dieser Reform?
Was kostet es, wenn Böden weiter degradiert werden? Wenn junge Menschen keine Zukunftslust entwickeln? Wenn Pflege, Bildung und Infrastruktur dauerhaft überlastet bleiben? Wenn Unternehmen nicht investieren, weil Richtung und Vertrauen fehlen? Werden Regionen abgehängt? Verliert die Demokratie ihre Resonanzräume?
Eine regenerative Politik schafft Verlässlichkeit für mutiges Handeln. Sie setzt klare Leitplanken, öffnet Experimentierräume und belohnt langfristige Wertschöpfung. Sie stärkt Kommunen als Orte der Umsetzung. Sie erleichtert Gründungen, Nachfolge, Kreislaufwirtschaft, regionale Investitionen, gemeinwohlorientierte Innovation und regenerative Infrastruktur.
Sie schafft nicht die Zukunft für die Menschen. Sie schafft Bedingungen, unter denen Menschen, Unternehmen und Regionen Zukunft gestalten können.
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Kapital als Verantwortung
In Deutschland 2036 hat auch Kapital seine Rolle verändert.
Vermögen wird nicht mehr nur als privater Schutzraum verstanden, sondern als Verantwortung im gemeinsamen Haus. Finanzkapital bleibt wichtig, aber es wird nicht länger isoliert betrachtet. Es dient der Entwicklung der anderen Kapitalformen: Natur, Menschen, Wissen, Kultur, Beziehungen, Infrastruktur und langfristiger unternehmerischer Substanz.
Family Offices, Stiftungen, Unternehmerfamilien, institutionelle Investoren, Banken und Bürger:innen investieren zunehmend in regenerative Wertschöpfung: in Bodenaufbau, erneuerbare Energiesysteme, zirkuläre Industrie, Bildung, Gesundheit, bezahlbaren und ökologischen Wohnraum, regionale Versorgung, regenerative Landwirtschaft, neue Materialien und gemeinwohlorientierte Technologien.
Rendite verschwindet nicht. Aber sie wird reifer verstanden. Eine Investition gilt nicht mehr als erfolgreich, wenn sie finanzielle Gewinne erzeugt und gleichzeitig ökologische, soziale oder kulturelle Schulden aufbaut. Erfolgreich ist Kapital, wenn es langfristige Lebensfähigkeit mehrt.
Kapital wird vom Extraktionsmittel zur Entwicklungsenergie: Es fördert die Potenzialentfaltung des Lebendigen – in Menschen, Natur und gemeinsamer Mitwelt.
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Jenseits der Monokultur des Finanzkapitals
Die logische Anlagestrategie für eine volatile Welt: Warum Zukunft nur regenerativ investiert werden kann
Kompostiertes Kapital
GITA Master Series Episode 4: John Fullerton
Bildung für eine regenerative Epoche
Eine solche Zukunft braucht andere Fähigkeiten.
2036 lernen junge Menschen in Schulen, Hochschulen und Unternehmen nicht nur, Probleme effizienter zu lösen. Sie lernen, Systeme zu verstehen, Beziehungen zu gestalten, Widersprüche auszuhalten und Potenziale zu erkennen. Sie lernen, dass Wirtschaft nicht außerhalb des Lebens steht, sondern in ökologische, soziale und kulturelle Zusammenhänge eingebettet ist.
Bildung wird damit nicht weniger leistungsorientiert, sondern relevanter. Sie verbindet Wissen mit Verantwortung, Technologie mit Urteilskraft, Unternehmertum mit Gemeinsinn und Freiheit mit Beziehung.
Eine regenerative Bildung fragt:
Was kann ich?
Wofür übernehme ich Verantwortung?
Welche Zukunft möchte ich mitgestalten?
Welche Potenziale sehe ich, die andere noch nicht sehen?
Wie kann mein Handeln Leben stärken?
Aus dieser Bildung entstehen Gründer:innen, Ingenieur:innen, Handwerker:innen, Investor:innen, Politiker:innen, Lehrer:innen, Landwirt:innen und Bürger:innen, die nicht nur funktionieren, sondern gestalten wollen.
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Die Zukunft gehört uns allen!
Vom Humus der Haltung
Eine neue Lust auf Zukunft
Das Entscheidende an dieser Vision ist nicht, dass sie konfliktfrei wäre. Eine regenerative Transformation wird Zumutungen mit sich bringen. Sie verlangt Investitionen, Reformen, neue Prioritäten und den Abschied von Gewohnheiten, die lange selbstverständlich wirkten.
Aber sie erzählt Veränderung nicht als Verlustgeschichte.
Sie zeigt, dass vor uns nicht nur Begrenzung liegt, sondern Möglichkeit. Nicht nur Krise, sondern Erneuerung. Nicht nur Verzicht, sondern eine neue Qualität von Wohlstand, Sicherheit und Freiheit.
Freiheit bedeutet in dieser Zukunft nicht, folgenlos handeln zu können. Freiheit bedeutet, wirksam handeln zu können, ohne die Grundlagen des eigenen Handelns zu zerstören. Sicherheit bedeutet nicht, alles beim Alten zu lassen. Sicherheit entsteht, wenn Systeme resilient, anpassungsfähig und lebendig bleiben. Fortschritt bedeutet nicht, schneller in dieselbe Richtung zu laufen. Fortschritt bedeutet, die Richtung zu verändern, wenn die alte Richtung erschöpft ist.
Deutschland 2036 ist ein Land, das diese Richtung gefunden hat.
Ein Land, in dem Unternehmen wieder Lust haben zu investieren, weil Zukunft erkennbar wird.
Ein Land, in dem Bürger:innen wieder Lust haben mitzugestalten, weil ihr Handeln Wirkung entfaltet.
Ein Land, in dem Politik wieder Orientierung gibt, weil sie nicht nur Krisen verwaltet, sondern Möglichkeitsräume öffnet.
Ein Land, in dem Kapital wieder dient, weil es Entwicklung ermöglicht.
Ein Land, in dem Wachstum wieder bedeutet, dass Leben wächst.
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2025: Das Jahr, in dem die neue Erzählung Form annahm – von der systemischen Erschöpfung zum Re:Growth
Handle mutig mit Haltung – 24 Stunden gelebte Zukunft auf dem Haidehof
Aufbruch Neuer Wohlstand – Einladung zur Strategiewerkstatt am 20. November 2025 in Hamburg
2024: Gemeinsam regenerativ wirken
Der Anfang liegt im Handeln
Diese Vision beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt dort, wo Menschen heute Verantwortung übernehmen.
In jedem Unternehmen, das sein Geschäftsmodell nicht nur optimiert, sondern neu ausrichtet.
In jeder Kommune, die regionale Kreisläufe stärkt.
In jeder Familie, die Vermögen als Zukunftsverantwortung versteht.
In jeder Schule, die junge Menschen zu Gestalter:innen macht.
In jeder Investitionsentscheidung, die Lebensfähigkeit mehrt.
In jedem politischen Beschluss, der langfristige Grundlagen schützt.
In jedem Gespräch, das aus Angst wieder Handlung macht.
Genau an diesen Orten beginnt diese Zukunft bereits sichtbar zu werden. Mit der IRM entstehen aktuell lokale Initiativen in Münster, Düsseldorf, Stuttgart, Hannover und weiteren Regionen, in denen Unternehmer:innen, Bürger:innen und gesellschaftliche Akteure zusammenkommen, um regeneratives Wirtschaften nicht nur zu diskutieren, sondern ins unternehmerische Handeln zu bringen. Dort wird die Vision konkret: in Begegnungen, Projekten, Investitionen, Kooperationen und unternehmerischen Entscheidungen, durch die eine regenerative Zukunft gelebte und erlebbare Realität werden kann.
Die regenerative Marktwirtschaft ist keine fertige Blaupause. Sie ist ein Kompass. Sie lädt uns ein, Märkte, Kapital, Technologie und Unternehmertum wieder in den Dienst des Lebens zu stellen.
Die nächsten zehn Jahre können Jahre der Erschöpfung werden – oder Jahre der Erneuerung.
Entscheiden wir uns für Erneuerung.
Nicht aus Naivität.
Sondern aus Verantwortung.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Lust auf Zukunft.
Nicht als Rückzug.
Sondern als gemeinsamer Aufbruch.
Deutschland kann ein Land werden, das zeigt: Eine freie, innovative und soziale Marktwirtschaft ist dann am stärksten, wenn sie regenerativ wird.
Eine Wirtschaft, die nicht nur nimmt.
Eine Wirtschaft, die zurückgibt.
Eine Wirtschaft, die Leben ermöglicht.
Das ist die Aufgabe der nächsten zehn Jahre.
Artikel zur Vertiefung:
Handle mutig mit Haltung – 24 Stunden gelebte Zukunft auf dem Haidehof
Rückblick auf den 14. Regenerativen Salon Bielefeld
1. Regenerativer Salon
3. Regenerativer Salon Offenbach
2024: Gemeinsam regenerativ wirken
Werde Teil der Bewegung
Wenn diese Vision mehr werden soll als ein Text, braucht sie Menschen, die handeln. Menschen mit Unternehmergeist. Menschen, die Verantwortung übernehmen, Risiken eingehen, Räume öffnen, Kapital bewegen, Organisationen verändern, andere zusammenbringen und aus Ideen konkrete Praxis machen.
Deutschland braucht nicht nur einen Ruck. Wir müssen wissen, wofür dieser Ruck durch die Gesellschaft gehen soll: für eine Wirtschaft, die Leben stärkt. Für Wohlstand, der Zukunft ermöglicht. Für Unternehmen, Kapital und Politik, die nicht länger nur Krisen verwalten, sondern Erneuerung möglich machen.
Nie war mehr Anfang als jetzt. Sei auch Du dabei!
Die Bewegung ist bereits ins Rollen gekommen. Mit der Initiative Regenerative Marktwirtschaft entstehen lokale Resonanzräume, Regenerative Salons und regionale Chapters. Dort kommen Unternehmer:innen, Familien, Investor:innen, Bürger:innen, Wissenschaft, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um regeneratives Wirtschaften nicht nur zu diskutieren, sondern ins Handeln zu bringen. Jetzt geht es darum, diese Bewegung gemeinsam groß zu machen.
Werde Mitglied der IRM, wenn Du diese Vision mittragen und weiterentwickeln möchtest.
Hoste einen Regenerativen Salon, wenn Du in Deinem Umfeld Menschen zusammenbringen willst, die Zukunft nicht nur diskutieren, sondern gestalten möchten.
Starte mit uns ein regionales Chapter der IRM, wenn Du in Deiner Stadt oder Region einen dauerhaften Resonanz- und Handlungsraum für regeneratives Wirtschaften aufbauen willst – insbesondere mit Menschen, die unternehmerisch denken, Verantwortung tragen und Veränderung konkret möglich machen können.
Unterstütze uns mit einer Spende oder als philanthropischer Partner, wenn Du dazu beitragen möchtest, dass diese Vision sichtbar, wirksam und gesellschaftlich in ihrer gesamten Vielfalt anschlussfähig wird.
Spendenkonto Initiative Regenerative Marktwirtschaft e.V.
GLS Bank
IBAN: DE68 4306 0967 1359 9200 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Spende Vision Deutschland 2036
Für Mitgliedschaft, Regenerative Salons, regionale Chapters, Spenden oder philanthropische Partnerschaften schreib uns eine Mail.
Du hast Interesse Botschafter für die Vision Deutschland 2036 zu werden? Dann melde Dich hier an.
Wir brauchen Unternehmer:innen, Unternehmerfamilien, Familienunternehmen, Investor:innen, Stiftungen, Bürger:innen und alle Menschen mit Agency, die spüren: Es reicht nicht mehr, auf bessere Zeiten zu warten. Zukunft entsteht dort, wo Menschen beginnen, Verantwortung in Handlung zu übersetzen.
Lasst uns diese Vision gemeinsam in Wirkung bringen.
Nicht irgendwann. Jetzt.
Nicht allein. Gemeinsam.
Nicht als weitere Idee. Sondern als Bewegung für ein lebendiges Land.
Mit regenerativen Grüßen
Der Vorstand der Initiative Regenerative Marktwirtschaft e.V.
Sebastian Fittko, Thomas Schindler und Gregor Erkel



