Lieber Sebastian, da öffnen wir gerade ein Feld das in unterschiedlichen Tiefen unterschiedliche Resultate bringt. Ohne hier den Anspruch zu haben, das hier zu tun, sondern ggf. die Neugierde zu erhöhen, zwischen der IRM und dem Integralen Management einen Dialog zu etablieren, der ein Format finden will und landet. Das wir eine gemeinsame Brille haben und doch noch mindestens eine nicht gleich anziehen, zeigt sich für mich im Abschnitt zu Wohlstand. Vielleicht können wir uns nach Kant darin einig sein, dass wir nicht einig sind, um dem rettenden Anteil keine Nahrung zu geben. Im Jahr 2028 findet wieder eine Konferenz Integrales Management statt. Ein 48h Open Space mit zwei Übernachtungen zum Thema ‚Projekt und Projektion‘. Darin geht es auch um Zeit und Handlungskompetenz. Ich sage das in Demut und der Rolle als Gastgeber, der einzig den einsteigenden Impuls wählt. Das Format und das Thema sind gesetzt. Der Rest machen die Teilnehmenden. Was macht das mit dir? Lieber Gruss, Remo
Lieber Sebastian, toller Beitrag. Schön habt ihr die Beziehung drin. Wo es in meiner Lesart noch Dialog braucht, ist bei der Verwendung vom Wort 'New' (New Wohlstand). Denn was ich - teils echt tief - Lernen durfte ist, dass etwas Neues einen Graben öffnet, der nicht nötig ist. Warum? Weil, das Neue morgen alt ist. Sprich, wenn jemand heute - sprich jetzt - nicht einsteigt, ist die Beziehung verloren, weil die heute gewährte Brücke oder idealer das Segelschiff mit Informationen zum Neuen anlegt. Danach ist die Brücke oder das Segelschiff weg. Ein Blog oder eine Kommunikation kann schon etwas tun. Die Brücke oder das Schiff mit der Einladung zum Handeln und damit das Erfahrungswissen (Prägungen) herauszufordern und Projektiinen zurück zu nehmen, ist weg. Ein Lesen von Beiträgen (zB auf einem Blog) später im Prozess löst das Problem vom fehlenden Mitwirken im bisherigen Prozess nicht. Deshalb ist Sicherheit (Schutz, Verbindung und Selbstwertgefühl) so elementar wichtig und auch die Frage vom vertikalen Ent-wickeln oder für mich besser passend 'das Integrieren' so bedeutend. Es ist in meiner Perspektive nach, auch genau das was regenerativ im Kern ist. Resistenzen und Spannungen sind unendlich wichtig, um im Prozess zu erkennen, wo ein Integrationsschmerz sich zeigt. Haben diese Aspekte nicht Raum in der Zeit (als Gegenwart zu lesen; siehe oben zu Einladung) fährt das Segelschiff weg oder Dialog mit gewissen Kreisen wird unmöglich oder zumindest sehr schwer. Innovation braucht ein Reifen in den unsichtbaren Aspekten von menschlichem Leben. Ansonsten bleibt das Festhalten an dem was Herkunft schön macht bestehen. Deshalb sind es auch diejenigen Themen, die mit dem Wort 'Mut' oder eben 'mutig sein' zusammen hängen. Werden engagierte oder kritische Menschen nicht gesehen kann das unsichtbare, innere Prozesse (mit)anschieben.
Lieber Remo (?), ja – ich glaube, da sind wir sehr im Dialog. Für mich geht es beim „New“ gerade nicht darum, neue Gräben aufzureißen oder das Bestehende abzuwerten, sondern neue Horizonte zu öffnen.
Und ja: Das kann verunsichern und auch schmerzhaft sein. Gleichzeitig kann genau darin etwas Befreiendes liegen – wenn Räume entstehen, in denen persönliche wie gesellschaftliche Dissonanzen nicht verdrängt, sondern wahrgenommen und in neue Resonanz überführt werden können.
Genau das fehlt mir in der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Debatte häufig. Viel Energie fließt in den Versuch, den Status quo zu bewahren oder wiederherzustellen. Aber wenn dieser Status quo selbst Teil des Dilemmas ist, vertieft das die Dissonanz eher, als dass es sie auflöst.
In unseren Dialogen begegnen uns viele Menschen, die diese tiefe Dissonanz bereits spüren – mit der Gegenwart, aber vor allem mit den Zukunftsbildern, die ihnen heute angeboten werden. Unser Anliegen ist deshalb weniger, ihnen „das Neue“ zu erklären, sondern gemeinsam Räume zu öffnen, in denen Zukunft wieder als etwas erfahrbar wird, das wir selbstwirksam mitgestalten können.
Vielleicht ist „New Wohlstand“ genau so zu verstehen: nicht als Bruch mit allem Gewordenen, sondern als Einladung, das Tragfähige zu integrieren und zugleich einen Horizont zu öffnen, der wieder Lust auf Zukunft macht. Mit dem Vertrauen, dass das, was wir gemeinsam neu schaffen, uns tragen kann – und einen Wohlstand ermöglicht, der lebendiger und für mehr Menschen besser ist als die Wohlstandsnarkose, in der wir uns derzeit eingerichtet haben.
Und gerade deshalb sind Spannungen, Widerstände und Integrationsschmerzen kein Störfaktor dieses Prozesses, sondern ein wichtiger Teil davon.
Lieber Sebastian, da öffnen wir gerade ein Feld das in unterschiedlichen Tiefen unterschiedliche Resultate bringt. Ohne hier den Anspruch zu haben, das hier zu tun, sondern ggf. die Neugierde zu erhöhen, zwischen der IRM und dem Integralen Management einen Dialog zu etablieren, der ein Format finden will und landet. Das wir eine gemeinsame Brille haben und doch noch mindestens eine nicht gleich anziehen, zeigt sich für mich im Abschnitt zu Wohlstand. Vielleicht können wir uns nach Kant darin einig sein, dass wir nicht einig sind, um dem rettenden Anteil keine Nahrung zu geben. Im Jahr 2028 findet wieder eine Konferenz Integrales Management statt. Ein 48h Open Space mit zwei Übernachtungen zum Thema ‚Projekt und Projektion‘. Darin geht es auch um Zeit und Handlungskompetenz. Ich sage das in Demut und der Rolle als Gastgeber, der einzig den einsteigenden Impuls wählt. Das Format und das Thema sind gesetzt. Der Rest machen die Teilnehmenden. Was macht das mit dir? Lieber Gruss, Remo
Lass uns gerne mal sprechen.
Wie sieht der Raum im Kalender in der Zeit nach dem 9.9 bei dir aus?
Wie sieht es bei der in der Woche Ende September aus?
Lieber Sebastian, toller Beitrag. Schön habt ihr die Beziehung drin. Wo es in meiner Lesart noch Dialog braucht, ist bei der Verwendung vom Wort 'New' (New Wohlstand). Denn was ich - teils echt tief - Lernen durfte ist, dass etwas Neues einen Graben öffnet, der nicht nötig ist. Warum? Weil, das Neue morgen alt ist. Sprich, wenn jemand heute - sprich jetzt - nicht einsteigt, ist die Beziehung verloren, weil die heute gewährte Brücke oder idealer das Segelschiff mit Informationen zum Neuen anlegt. Danach ist die Brücke oder das Segelschiff weg. Ein Blog oder eine Kommunikation kann schon etwas tun. Die Brücke oder das Schiff mit der Einladung zum Handeln und damit das Erfahrungswissen (Prägungen) herauszufordern und Projektiinen zurück zu nehmen, ist weg. Ein Lesen von Beiträgen (zB auf einem Blog) später im Prozess löst das Problem vom fehlenden Mitwirken im bisherigen Prozess nicht. Deshalb ist Sicherheit (Schutz, Verbindung und Selbstwertgefühl) so elementar wichtig und auch die Frage vom vertikalen Ent-wickeln oder für mich besser passend 'das Integrieren' so bedeutend. Es ist in meiner Perspektive nach, auch genau das was regenerativ im Kern ist. Resistenzen und Spannungen sind unendlich wichtig, um im Prozess zu erkennen, wo ein Integrationsschmerz sich zeigt. Haben diese Aspekte nicht Raum in der Zeit (als Gegenwart zu lesen; siehe oben zu Einladung) fährt das Segelschiff weg oder Dialog mit gewissen Kreisen wird unmöglich oder zumindest sehr schwer. Innovation braucht ein Reifen in den unsichtbaren Aspekten von menschlichem Leben. Ansonsten bleibt das Festhalten an dem was Herkunft schön macht bestehen. Deshalb sind es auch diejenigen Themen, die mit dem Wort 'Mut' oder eben 'mutig sein' zusammen hängen. Werden engagierte oder kritische Menschen nicht gesehen kann das unsichtbare, innere Prozesse (mit)anschieben.
Wie seht ihr das?
Lieber Remo (?), ja – ich glaube, da sind wir sehr im Dialog. Für mich geht es beim „New“ gerade nicht darum, neue Gräben aufzureißen oder das Bestehende abzuwerten, sondern neue Horizonte zu öffnen.
Und ja: Das kann verunsichern und auch schmerzhaft sein. Gleichzeitig kann genau darin etwas Befreiendes liegen – wenn Räume entstehen, in denen persönliche wie gesellschaftliche Dissonanzen nicht verdrängt, sondern wahrgenommen und in neue Resonanz überführt werden können.
Genau das fehlt mir in der gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Debatte häufig. Viel Energie fließt in den Versuch, den Status quo zu bewahren oder wiederherzustellen. Aber wenn dieser Status quo selbst Teil des Dilemmas ist, vertieft das die Dissonanz eher, als dass es sie auflöst.
In unseren Dialogen begegnen uns viele Menschen, die diese tiefe Dissonanz bereits spüren – mit der Gegenwart, aber vor allem mit den Zukunftsbildern, die ihnen heute angeboten werden. Unser Anliegen ist deshalb weniger, ihnen „das Neue“ zu erklären, sondern gemeinsam Räume zu öffnen, in denen Zukunft wieder als etwas erfahrbar wird, das wir selbstwirksam mitgestalten können.
Vielleicht ist „New Wohlstand“ genau so zu verstehen: nicht als Bruch mit allem Gewordenen, sondern als Einladung, das Tragfähige zu integrieren und zugleich einen Horizont zu öffnen, der wieder Lust auf Zukunft macht. Mit dem Vertrauen, dass das, was wir gemeinsam neu schaffen, uns tragen kann – und einen Wohlstand ermöglicht, der lebendiger und für mehr Menschen besser ist als die Wohlstandsnarkose, in der wir uns derzeit eingerichtet haben.
Und gerade deshalb sind Spannungen, Widerstände und Integrationsschmerzen kein Störfaktor dieses Prozesses, sondern ein wichtiger Teil davon.
Herzliche Grüße Sebastian
Toller Beitrag und besonders die Geschichte der Clara Immerwahr ergreifend - danke!
Danke Sebastian, für die Wertschätzung! Ja, die Geschichte ist sehr ergreifend und viel zu wenig bekannt. #HandleMutig